Allgemeine Fragen:

Ja, eine Physiotherapie macht durchaus in vielen Fällen auch bei einem gesunden Pferd Sinn, da so Trainingsmissstände frühzeitig erkannt und unbefriedigenden Trainingsergebnissen oder sogar körperlichen Beschwerden vorgebeugt werden können. Grundsätzlich sollte es das oberste Ziel eines jeden Reiters sein, sein Pferd gesunderhaltend zu reiten. Das heißt, das Pferd so zu bewegen, dass es die nötige Muskulatur aufbauen kann, um „seinen Job“ zu erledigen, ohne dass es Schaden davon trägt. Um festzustellen, ob das Training diese Voraussetzung erfüllt, sind natürlich die Rücksprache mit dem Trainer, als auch das eigene Gefühl zwei wichtige Indikatoren. Hier kommt auch der Physiotherapeut ins Spiel. Er kann Ihnen eine fundierte Beurteilung des Trainingszustandes des Pferdes, der Ausbildung verschiedener Muskelpartien sowie der Korrektheit des Gangbildes erläutern, eventuelle Ursachen für kleine Ungleichheiten finden und beheben sowie wertvolle Tipps für das tägliche Training mit auf den Weg geben.

Die Wirbelsäule des Pferdes ist eine sehr komplexe Struktur, die aus Knochen, Bändern, Muskulatur und Nerven besteht. Sie erfüllt zum Beispiel die allgemeine Stütz- und Haltefunktion, die Schutzfunktion einiger innerer Organe sowie des Rückenmarks und ist außerdem die Ansatzfläche für viele Muskeln.

Oft wird die ausreichende Erfüllung dieser Aufgaben durch Blockaden eingeschränkt.
Dazu kann es schon während der Geburt oder beim Herumtollen auf der Weide kommen. Ausrutscher oder kleinere Unfälle können erst harmlos wirken aber bereits Ursache für eine Blockade sein. Blockaden führen zu Schmerzen, Über- bzw. Fehlbelastung und Stress.

Bei einer Blockade handelt es sich um eine Fehlstellung eines Wirbels, wodurch dessen Bewegung eingeschränkt ist. Liegt bei Ihrem Pferd eine Blockade vor, ist die Flexibilität der Wirbelsäule beeinträchtigt und das Pferd reagiert mit Muskelverspannungen und „Steifheit“ – es hat beispielsweise Schwierigkeiten damit, sich korrekt zu biegen. Eine Blockade kann, je nachdem, wo sie liegt, auch Verletzungen an Sehnen, Bändern oder Gelenken hervorrufen. Gezielte Behandlungen wie Massagen und Akupunkturen können Blockaden bekämpfen und dem Pferd seine Bewegungsfreiheit wiedergeben.

Nein, das Pferd wird bei der Behandlung nicht sediert. Die natürliche Reaktion und Rückmeldung des Pferdes auf die Therapie ist wichtig, um eine korrekte Diagnose stellen zu können und den Behandlungsverlauf zu beobachten.

Die Erstbehandlung ist als ein „all inclusive“-Preis zu verstehen und kostet inkl. Anamnese, Akupunktur, osteopathischer und physiotherapeutischer Behandlung, Fahrtkosten (bis 80 km frei, jeder weitere Kilometer 60 Cent) und MwSt. 159 €. Jede weiterführende Behandlung innerhalb von 6 Wochen kostet 129 €. Behandlungen nach 6 Wochen werden wieder als Erstbehandlung eingestuft. Die Stoßwellen- oder Schröpftherapie kann für einen Aufpreis von 35 € zur Behandlung hinzugebucht werden.

Bei der Anamnese verschaffe ich mir einen ausführlichen Überblick über den Zustand des Pferdes. Hier werden neben der Aufnahme des aktuellen Gesundheitszustandes auch alle Vorerkrankungen besprochen. Durch Abtasten des Pferdekörpers und Überprüfungen des Bewegungsablaufes können bereits erste Symptome erkannt und Beschwerden abgeleitet werden. So lässt sich die Therapie individuell auf das Pferd abstimmen.

Die Erst-Behandlung umfasst außerdem eine Akupunkturbehandlung, die Verspannungen und Blockaden lösen soll. Darauf baut die homöopathische Behandlung auf, die die Therapie auf natürliche Weise begleitet und unterstützt.

Der weitere Behandlungsplan sowie die Kosten der Behandlung werden im Rahmen der Erstbehandlung abgesprochen.

Thermografie Untersuchungsmethode kostet 159€ inkl. MwSt ( bis 80 Kilometer frei, jeder weiterer Kilometer 0,40€). Thermografie + Physiotherapeutische Behandlung 229€ inkl MwSt.

Beim Aquatraining wird das Pferd auf ein Laufband geführt, welches sich in einem Container befindet. Bevor dieser Container mit Wasser gefüllt wird, kann sich das Pferd zuerst mit der Umgebung und dem Laufband vertraut machen. Neben der Geschwindigkeit des Laufbandes kann auch die Wasserhöhe individuell eingestellt werden.

Eine Aquatherapie eignet sich besonders gut als Rehabilitationsmaßnahme etwa nach Operationen, Sehnen- oder Fesselträgerschäden, Frakturen oder Muskelverletzungen. Durch die Bewegung im Wasser werden die Gelenke und Sehnen des Pferdes entlastet und können so effektiv regenerieren. Neben dem gesundheitlichen Aspekt kann die Aquatherapie auch zu Trainingszwecken angewendet werden. Beim Aquajogging arbeitet das Pferd gegen den Widerstand des Wassers und beansprucht so bestimmte Muskelgruppen. Dadurch können nicht nur Verspannung in der Muskulatur und Rückenschmerzen gelöst werden, auch die Kondition und Kraft wird durch die Aquatherapie verbessert. Darüber hinaus fördert die Arbeit im Wasser die Blutzirkulation und aktiviert den Stoffwechsel.

In der Regel sollte das Pferd nach der Physiotherapie rund zwei bis drei Tage nicht geritten werden. Es empfiehlt sich, das Pferd die ersten zwei Tage ausgebunden vorwärts-abwärts zu longieren. So kann sich das Pferd auf das neue Körpergefühl einstellen und den eventuell entstandenen Muskelkater in Ruhe auskurieren. Bei älteren Pferden über 20 Jahre kann eine Pause bis zu einer Woche eingehalten werden.

Wie der Bewegungsplan für das Pferd nach der Behandlung aussieht, bespricht der Physiotherapeut individuell beim Termin. Außerdem kann der behandelnde Therapeut auch Tipps für die zukünftige Arbeit mit dem Pferd geben.

Mit meiner mobilen Praxis bin ich vor allem in München und im Umkreis von 250 Kilometern unterwegs. Das heißt, dass die Gebiete Bayern, Hessen, Baden Württemberg und Österreich* zu meinem normalen Behandlungsgebiet zählen. Wenn 2-3 Patienten an einem weiter entfernten Standort, zum Beispiel in Österreich und in der Schweiz, für einen Termin zusammen kommen, fahre ich auch weitere Strecken.
In der Erstbehandlung sind die Fahrtkosten inklusive, für alle weiteren Behandlungen berechne ich für die Hin- und Rückfahrt

  • Bis zu 80 km: Gratis
  • Ab 80 km: 0,60 € pro km

Die Anfallenden Fahrtkosten werden dann durch die Anzahl der zu behandelnden Pferde geteilt!

Individuelle Wünsche bespreche ich gerne mit Ihnen persönlich.

*hier bieten wir ausschließlich Vital-Anwendungen am gesunden Tier an.

Fragen zu meinen Therapien

Bei der Blutegeltherapie wird der zu therapierende Bereich des Pferdekörpers rasiert, damit sich der Egel leicht an die Haut ansaugen kann. Hat sich der Blutegel festgebissen, saugt er für rund 30 bis 60 Minuten Blut des Pferdes aus einer Vene und fällt anschließend zu Boden. Durch seinen Biss gibt der Blutegel rund 40 wertvolle Inhaltsstoffe über seinen Speichel in Form von Enzymen ab. Dieser Speichel entzieht dem Pferd die Entzündungsprodukte aus dem Gewebe und sorgt dafür, dass Schwellungen, Entzündungen und Schmerzen abklingen. Darüber hinaus wirken die Substanzen des Speichels nicht nur entkrampfend und gerinnungshemmend, sondern auch gefäßerweiternd und immunisierend.

Der Biss ist mit einem Nageleinstich oder einem Insektenstich vergleichbar und kann zu Beginn etwas jucken und brennen. Nach einigen Minuten betäubt der Blutegel die Biss-Stelle mit seinen schmerzstillenden Substanzen. Nachdem der Blutegel abgefallen ist, kann die Wunde rund 12 bis 24 Stunden bluten, weshalb man auch von einem Mikroaderlass spricht. Durch diesen Prozess wird die Wunde gereinigt, der Stoffwechsel angeregt und der Heilungsprozess beschleunigt. In der Regel wird die Blutegeltherapie einmal am Pferd durchgeführt. Um den gewünschten Erfolg zu intensivieren, kann nach zwei bis fünf Tagen nach der Erstbehandlung eine zweite erfolgen.

In der Regel sind ein bis vier Behandlungen notwendig, um die Blockaden vollständig zu lösen – das variiert aber von Pferd zu Pferd und ist davon abhängig, wie schwerwiegend die Verspannungen sind. Allgemein werden die Verspannungen und Blockaden von Behandlung zu Behandlung verbessert und der Gesundheitszustand des Pferdes stabilisiert. Nach der Erstbehandlung erfolgt nach zehn Tagen die Zweitbehandlung. In der Regel wird dann in einem Abstand von vier Monaten weiter therapiert.
Das Pferd darf nach einer Akupunktur in der Regel ungefähr drei Tage nicht geritten werden. Der individuelle Bewegungsplan wird aber nach der Behandlung mit dem Besitzer des Tieres abgesprochen – noch am selben Tag muss das Pferd allerdings Ruhe bekommen und sollte sich nur so bewegen, wie es selbst möchte. Nach jeder Behandlung kann es zu einer sogenannten „Erstverschlimmerung“ kommen. Das ist ein normales Phänomen und eine natürliche Reaktion des Pferdes, da sich der Körper auf die neue Situation einstellt und auf die Behandlung reagiert.
Nach einiger Zeit verbessert sich in der Regel der Zustand des Pferdes. Ist nach einigen Tagen kein Fortschritt erkennbar, sollte der zu behandelnde Arzt zu Rate gezogen werde.
Beim Aquatraining wird das Pferd auf ein Laufband geführt, welches sich in einem Container befindet. Bevor dieser Container mit Wasser gefüllt wird, kann sich das Pferd zuerst mit der Umgebung und dem Laufband vertraut machen. Neben der Geschwindigkeit des Laufbandes kann auch die Wasserhöhe individuell eingestellt werden.

Eine Aquatherapie eignet sich besonders gut als Rehabilitationsmaßnahme etwa nach Operationen, Sehnen- oder Fesselträgerschäden, Frakturen oder Muskelverletzungen. Durch die Bewegung im Wasser werden die Gelenke und Sehnen des Pferdes entlastet und können so effektiv regenerieren. Neben dem gesundheitlichen Aspekt kann die Aquatherapie auch zu Trainingszwecken angewendet werden. Beim Aquajogging arbeitet das Pferd gegen den Widerstand des Wassers und beansprucht so bestimmte Muskelgruppen. Dadurch können nicht nur Verspannung in der Muskulatur und Rückenschmerzen gelöst werden, auch die Kondition und Kraft wird durch die Aquatherapie verbessert. Darüber hinaus fördert die Arbeit im Wasser die Blutzirkulation und aktiviert den Stoffwechsel.

Nicht nur in der Humanmedizin, auch in der Pferdemedizin hat sich die Stosswellentherapie auf Grund ihrer gezielten Anwendungsmöglichkeiten und Erfolge etabliert. Die Stosswellentherapie wird in erster Linie bei Pferden angewendet, die an Sehnen- und Muskelerkrankungen, chronischen Rückenbeschwerden oder an schmerzhaftem Narbengewebe leiden und deren Bewegungsapparat gestört ist.

Bei der Stosswellentherapie wird dem Pferd mit Hilfe eines Stosswellengerätes eine bestimmte Anzahl von druckstarken Schallwellen verabreicht. Das Gerät mit dem gearbeitet wird besteht aus einem Schallkopf, welcher über direkten Kontakt mit der Haut die Schallwellen in den betroffenen Gewebebereich einbringt. Die Schallwellen breiten sich im Gewebe aus und setzen Energie frei, wodurch eine Vielzahl von positiven Reaktionen ausgelöst wird. Dadurch, dass die Eindringtiefe der Wellen individuell eingestellt werden kann, wirkt die Energie gezielt im erkrankten Bereich. So können die druckstarken Schallwellen Verhärtungen innerhalb der Muskulatur lösen und Schmerzen reduzieren. Zum anderen aktiviert die Stosswellenbehandlung die Zellteilung, wodurch sich das Gewebe besser regenerieren kann. Außerdem lösen Stosswellen zusätzlich die Freisetzung von zahlreichen Wachstumsfaktoren aus und wirken entzündungshemmend.

Bei der Behandlung verwendet der Physiotherapeut Ultraschallgel, um die Wirkung der druckstarken Wellen zu intensivieren. Bei empfindlichen Pferden kann vor der Behandlung
von einem Tierarzt eine Sedation verabreicht werden. Die Behandlung dauert rund 15-20 Minuten und kann im Abstand von ein bis vier Wochen wiederholt werden. Je nach Heilungsverlauf kann das Pferd bereits kurz nach der Anwendung wieder bewegt werden.

Die Homöopathie gehört zu den Regulationstherapien. Ein Ziel dieser Therapieform ist es, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu aktivieren und das natürliche Gleichgewicht wieder herzustellen. Dabei setzt die Homöopathie ausschließlich auf natürliche Arzneiausgangsstoffe aus dem Reich der Pflanzen, Mineralien und Tiere. Homöopathische Arzneimittel gibt es in diversen Formen: Als Kügelchen, Tabletten, Tinkturen, Pulver, Tropfen, Salben, Gele, Zäpfchen und Ampullen. Ihr entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Medikamenten ist, dass sie deutlich geringere Nebenwirkungen auslösen. Während einige chemische Medikamente die Eigenschaft besitzen, die Krankheitssymptome zu unterdrücken, helfen homöopathische Medikamente dem Organismus, die Funktion des erkrankten Bereiches wiederherzustellen und den Körper sanft zu heilen.

In der Regel wird das homöopathische Mittel dem Tier direkt über die Zunge verabreichet. Ist dies nicht möglich, kann das Arzneimittel auch über das Futter oder über ein Leckerli geben werden. Einige homöopathische Mittel werden auch in Form von Injektionslösungen verabreicht. Die Dosierung wird individuell auf die Symptome des Pferdes abgestimmt und nach der Therapie besprochen.