Blutegeltherapie fürs Pferd

Heute wird die heilende Wirkung der Blutegeltherapie beim Pferd verwendet. Ihren Urspring hat sie allerdings weitaus früher. Seit weit über zweitausend Jahren setzt der Mensch die Blutegel als Heilmittel ein, denn er hat das breite Wirkspektrum und den großen Nutzen daraus früh erkannt.

Dieses altertümliche Tier existiert auf unserer Erde bereits seit 450 Millionen Jahren und hat sich seitdem im Laufe der Evolution immer wieder erfolgreich an seine Umweltbedingungen angepasst.

Der Biss des Egels wird von Menschen als nicht sonderlich schmerzhaft beschrieben und meist mit der Berührung durch eine Brennnessel oder dem Stich eines kleinen Insektes verglichen. Tiere zeigen kaum Abwehrreaktionen und tolerieren die Behandlung in der Regel sehr geduldig.

Wie wirkt eine Blutegeltherapie?

Blutegel werden auf die Haut des Pferdes aufgesetzt und beginnen sich dort mit dem bis zu fünffachen Ihres Körpergewichtes an Blut vollzusaugen. In diesem Prozess entstauen sie das anliegende Gewebe und geben durch ihren Speichel 20 medizinisch wirksame Stoffe ab. Die in der Blutegeltherapie abgegebenen Wirkstoffe wirken blutverdünnend, entzündungshemmend und antibiotisch. Dadurch können sie dem Pferd bei einer Vielzahl an Beschwerden helfen.

Wann wird die Blutegeltherapie am Pferd verwendet?

Anwendungsgebiete der Blutegeltherapie:

  • Arthrose
  • Wunden
  • Ekzeme
  • Entzündungen
  • Gelenkgallen
  • Hämatome
  • Hautveränderungen
  • Hufrehe
  • Hufrollenentzündung (Podotrochlose)
  • Infizierte Insektenstiche
  • Kreuzbandverletzungen
  • Lymphatische Stauungen
  • Mauke
  • Muskelatrophie
  • Narben
  • Ödeme
  • Spondylose
  • Patellaluxationen

Hat die Blutegeltherapie Nebenwirkungen für das Pferd?

Bei sehr häufigen Bissen des Blutegels kann es zu einer allergischen Reaktion kommen. Sonst sind keine Nebenwirkungen der Blutegeltherapie beim Pferd bekannt. Allerdings gibt es Erkrankungen bei denen diese Therapie nicht angewandt werden sollte. Dazu zählen die Anämie (Blutarmut) und ein schlechtes Immunsystem.
Damit vom vorherigen Wirt keine Krankheiten übertragen werden, werden die Egel für 8 Monate auf Nahrungsentzug gesetzt.

Vorbereitung auf eine Blutegeltherapie

Blutegel setzen sich nicht immer dort fest, wo man sie gerne hätte. Daher sollte die zu behandelnde Stelle schon mehrere Tage im Voraus nicht mit folgenden Mitteln behandelt werden:

  • Shampoo
  • Salben
  • Desinfektionsmittel
  • Insektenspray

Auch die Ernährung des Pferdes spielt eine Rolle. Medikamente, Knoblauch und Lebensmittel mit viel ätherischen Ölen sollten mindestens eine Woche vor der Behandlung abgesetzt werden. Davon sind auch Ingwer und Kräutermüslis betroffen.

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